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Mittwoch, 1. Juni 2011

Perlen des Monats Juni '11










Arms & Sleepers - The Organ Hearts

Starten wollen wir diesen Monat mit der neuen Platte von Arms & Sleepers. "The Organ Hearts" ist neben einiger kleiner EP's und einer SPlitveröffentlichung (mit "The American Dollar") das drittel full-lenght-Album des Duo's um Max Lewis und Mirza Ramic. "The Organ Hearts" bietet altvertrautes und einige Veränderungen im Vergleich zu den übrigen Releases. Altvertraut ist zum einen Ben Shepard an den Vocals (Uzi&Ari) und diese, nennen wir sie mitternächtliche Grundstimmung. Neu ist, dass Ben Shepards Stimme, als auch die Gitarren etwas weiter in den Hintergrund treten. Auf "The Organ Hearts" werden mehr und mehr elektronische Spielereien und pulsierende Beats fokussiert. Was bleibt also? Ein top ambient-postrock Album mit reichlich Beats. Einfühlsam, interessant, nachdenklich.

Moving Mountains - Waves

Für regelmäßige Krachlöffel-Leser ist die zweite Perle wohl kaum überraschend, "Moving Mountains" mit ihrem zweiten kracher Langspieler "Waves". Im Zuge des Debutalbums "Pneuma" und der 4-Track-EP "Foreword" hatten sich "Moving Mountains" einen Namen in der Postrockszene verschafft, wenn auch einen kleinen. Emotional-Postrock mit Songstrukturen jenseits von massentauglicher Gitarrenmusik. Doch rund drei Jahre nach "Pneuma" ist nun alles anders und doch eben gleich. Was ich damit meine??? "Moving Mountains" präsentieren uns auf "Waves" wesentliche kürzere, direktere und strukturiertere Songs. Die Vocals von Gregory Dunn sind deutlich in den Vordergrund gerückt. Die Energie ist geblieben, die Emotionen nachwievor spürbar. "Waves" reißt einen einfach um und trägt dich auf einer Welle fort durch progressive-rock-ambient-Gewässer. Ebenso geift"Waves" auf die ein oder andere Ballade zurück. Das Problem mit Fortschritt und Veränderung ist natürlich, dass dies nicht allen gefällt. Einige schreien "ausverkauf" und meinen, dass sie jetzt zu sehr nach "Thrice" klingen. Sei es drum. Moving Mountains sind trotz aller Veränderungen immernoch Moving Mountains und "Waves" ist ein top progressive-rock-emotional-postrock-Album. Hoffen wir auf eine baldige Deutschlandtour, denn "Waves" schreit nach einer live-performance.
Moving Mountains - Waves by MovMou


This Will Destroy You - Tunnel Blanket


Über das neue Werk "Tunnel Blanket" von "This Will Destroy You" lässt sich gewiss streiten. Die einen werden sagen "Was is das? 60 Minuten nur Gerausche??? This Will Bore You!!!!", die anderen denken "alter was??? heftig!!!!". Nach zahlreichen Durchläufen kann man mich nun auch zum zweiten Lager zuzählen. Es ist lange her, sehr lange her, dass mich eine Platte emotional zu aufgewühlt hat. Die Songs können sicher nicht alleine stehen, wie zu früheren TWDY-Zeiten. "Tunnel Blanket" muss als Gesamtwerk wahrgenommen werden und als Gesamtwerk ist es fuckin' epic. Aber sowas von fuckin' epic. Im Prinzip passiert seitens TWDY garnicht einmal so viel, keine großartigen Songstrukturen oder auch nur annähernd etwas, dass an die Melodien vergangener Tage erinnert. "Tunnel Blanket" bietet zwar bis ins schier unendlich aufgebaute ambient-drone-soundscapes, aber das war es im Großen und Ganzen auch. Und das ist gut so. Denn dafür passiert umso mehr in einem selbst, sofern man sich diesen 60 Minuten voll hingeben kann. Ich persönliche fühle mich nach jedem Durchlauf sehr bedrückt und niedergeschlagen. Ich bin nahezu heil froh das es vorbei ist.
Aber dieser Moment ist unbeschreiblich. Vielleicht kann man "Tunnel Blanket" mit Joggen vergleichen. Unterwegs macht es sicherlich keinen Spaß, es ist beinahe
unerträglich. Ankommen ist dafür umso geiler, da man erst hier merkt wie sehr Herz und Kopf aktiviert beziehungsweise angeregt worden.

Montag, 6. Dezember 2010

Arms & Sleepers - busy in 2011

Über diverse Internetpräsenzen macht die ambient/postrock-Bande von "Arms & Sleepers" darauf aufmerksam, dass 2011 sehr arbeitsintensiv werden wird. Anstrenged für die Band, gut für uns. Der kleine angehängte Teaser macht deutlich was uns bezüglich Tour und neuen Veröffentlichungen erwartet. Und weils soooo schön ist, gibts noch das Video zu "The Architekt". Wir sehen uns dann am 30.4 im Kulturhaus III&70 in Hamburg :)


Arms and Sleepers - The Architekt from Fred Neuen on Vimeo.

Sonntag, 9. Mai 2010

Konzertreview: Friction Fest // 07/08. Mai2010 // Berlin

Das war es nun also, das erste Friction Fest und eigentlich war es ganz gut gewesen. Nun ja, das Astra war ein wenig groß und kalt war es außerdem und 55€ Eintritt sind ja auch nicht gerade wenig für so ein Nischen-Festival. Irgendwie haben mir da noch 1-2 namenhafte Bands gefällt, sowas wie Caspian oder God Is An Astronaut. So muss man doch sagen, dass 70% der Bands die wir uns angeguckt haben nicht so wirklich überzeugen konnten und oftmals lediglich mit einem Kopfschütteln seitens der Krachlöffel-Redaktion kommentiert wurden, wie beispielsweise (Der Weg einer Freiheit, Formelwesen oder Master Musicians of Gehirnwixxe). Was soll sowas? Ein Nischen-Festival halt. Aber die Bands auf die wir uns im Vorfeld gefreut hatten konnten sehr sehr überzeugen, auch wenn die Spielzeit natürlich viel zu kurz war. Der Sound hingegen war in den meisten Fällen annehmbar. Also wie gesagt, einige Top-Auftritte. Am Freitag: Arms & Sleepers und pg.lost. Zwar beide nur auf der kleinen Bühne, aber trotzdem super. Samstags: Grails, Long Distance Calling, Nils Frahm. Alle drei auf der Main-Stage. Hervorheben aus dem Kreis der Genannten möchte ich nun noch einmal explizit Ólafur Arnalds und Efterklang. Vor allem Ólafur. Was dieser noch so unglaublich junge talentierte Isländer abliefert ist nicht mehr in Worte zu fassen. Am Besten einfach das neue Album "...and they have escaped the weight of darkness" kaufen und selbst erleben. Und Efterklang. Bämm alter. Wie gut war das denn? Diese Klangvielfalt, die man ja von den Platten der Dänen kennt, live so umzusetzen. Grandios und ein würdiger Abschluß für das Friction Fest. Daran hätten sich so einige Bands mal ein Beispiel nehmen können und müssen. Hier noch ein paar Eindrücke.


Arms and Sleepers




Long Distance Calling





Ólafur Arnalds

Efterklang






Montag, 1. Februar 2010

Perlen des Monats Februar










Shout Out Louds - Work
Nach dem eher durchschnittlichen zweiten Album "Our Ill Wills" kommt nun also mit "Work" das dritte Album der Schweden. Und auch diesesmal geht es im Vergleich zum Debutkracher "How Howl Gaff Gaff" deutlich ruhiger zu. Die aktuelle Single "Fall Hard" sticht somit aus dem restlichen Album etwas heraus. Das tut der Hörqualität von "Work" jedoch keinen Abbruch. Ich würd sagen "Work" eignet sich hervorragend zum aufmerksamen nebenbeihören und macht Lust auf laue Sommernächte. Fazit: Die mittsommerlichen The Cure sind zurück, ruhiger und besser.


Yoyoyo Acapulco - The Pleumeleuc Experience
Schon einmal hab ich in diesem Monat versucht die noch sehr sehr unbekannten norwegischen Indie-Popper von Yoyoyo Acapulco über Krachlöffel zu "hypen". Jetzt kann man endlich ihr Debutalbum "The Pleumeleuc Experience" bekommen und es ist großartig. Ukulele, französische klingende Orgeltöne und Seifenblasen geben den Takt vor und sollten so manch eingefrorene Extremitäten zum zappeln bringen. Hoffen wir, dass sie bald mal einer Abstecher nach Deutschland unternehmen, um uns von ihren Livequalität zu überzeugen.


Arms and Sleepers - Matador
Schon Ende 2009 erschien die neue Arms and Sleepers Platte "Matador". Da die amerikanischen Ambient-Postrocker mir damals noch unbekannt waren verpasste ich leider ihre zurückliegende Deutschlandtour. Aufmerksam wurde ich erst über das Line-Up des im Mai stattfindenden Friction-Festivals. Ben Shepard's Stimme (Uzi&Ari) reiht sich auf dem zweiten Arms and Sleepers Album hervorragend in die meist elektronisch dominierten und vom Piano begleiteten Klangteppiche ein. Wer auf "The Album Leaf" oder "The American Dollar" steht, sollte sich "Matador" schleunigst zulegen und bei Einbruch der Dunkelheit auf den Plattenteller legen. Arms and Sleepers, das sind verregnete und dunkle Straßen in deren Häusern nur sperrliche Beleuchtung vorhanden ist. Augen zu und treiben lassen!